Die Notwendigkeit der Gasmessung in Schiffscontainern

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Safety Measurement Device

90 Prozent der weltweiten Fracht wird in Containern transportiert. Die Zahl der Container nimmt stetig zu. Im Jahr 2019 lag der Gesamtumschlag bei 800 Millionen TEU. TEU steht für Twenty-foot Equivalent Unit, die Länge eines Standard-Schiffscontainers. Aufgrund von COVID ist der Anstieg für 2020 leicht rückläufig, aber die Prognose für 2021 liegt bei 827 Millionen und für 2024 wird ein Anstieg des Gesamtumschlags auf 924 Millionen prognostiziert.

Diese Zahlen sind wichtig, da 20 % der Container gefährliche Gase enthalten. Abhängig von der Ladung können die verschiedenen Chemikalien zur Abgasproduktion, Sterilisatoren und Begasungsmittel in diesen Containern eine ernsthafte Bedrohung für Transportarbeiter, Lagerarbeiter und Zollbeamte darstellen. Die zunehmende Containerschifffahrt bedeutet auch ein erhöhtes Risiko. 

In Deutschland werden nur wenige Zwischenfälle mit Gas gemeldet, aber das bedeutet nicht, dass das Risiko gering ist. Glücklicherweise sind Zwischenfälle, bei denen Arbeiter akute Vergiftungen erleiden, nicht sehr häufig. Das macht das Problem weniger akut, aber nicht weniger gefährlich. In den meisten Fällen machen sich die Auswirkungen der Exposition gegenüber gefährlichen Gasen, insbesondere bei regelmäßiger Einwirkung, erst langfristig bemerkbar.  

Gasmessungen in Schiffscontainern  

In den Niederlanden gibt es eine Gesetzgebung, die besagt, dass Arbeitgeber untersuchen müssen, ob Arbeitnehmer in der Arbeitsumgebung der Gefahr des Erstickens, der Vergasung, der Vergiftung und des Brandes oder der Explosion ausgesetzt werden können. Im Jahr 2012 wurde der Arbeitskatalog Gefährliche Gase in Schiffscontainern eingeführt, der Leitlinien und einen Stufenplan für den Umgang mit gefährlichen Gasen enthält. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf CMR-Stoffen. CMR steht für Carcinogenic, Mutagenic und Reprotoxic (Krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend). Diese Stoffe können bereits in geringen Konzentrationen sehr gefährlich sein. 

Ursachen für gefährliche Gase in Containern  

Container werden häufig begast, um Insekten und andere Schädlinge zu bekämpfen. Die am häufigsten verwendeten Gase sind Phosphin bei Lebensmitteln, Methylbromid bei Holzprodukten und Ethylenoxid. Letzteres wird zur Sterilisierung von medizinischen Geräten verwendet. Diese Gase werden absichtlich in die Behälter gefüllt.  

Eine andere Kategorie von Gasen befindet sich unbeabsichtigt in den Behältern. Dabei handelt es sich um gefährliche Gase, die aus Produkten ausgasen, wie Lösungsmittel, Reinigungsmittel und Chemikalien aus Klebstoffen in Verpackungsmaterialien. 

Gasmessverfahren und die Vorteile des FTIR-Verfahrens  

Die traditionelle Technik zum Aufspüren und Messen von Gasen in Behältern verwendet Gasmessröhren und Sensoren. Diese Technik hat mehrere Nachteile. Sie ist kostspielig, zeitaufwändig und kann eine Standardabweichung von bis zu 20 Prozent aufweisen. Außerdem gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Zielgasen, die mit dieser Technik gemessen werden können.  

Eine fortschrittlichere Technologie ist die Gasmet-FTIR-Technik. Einer der größten Vorteile dieser Technik besteht darin, dass FTIR-Analysatoren Hunderte von Komponenten gleichzeitig erkennen können, anstatt nur eine oder eine begrenzte Anzahl. Anhand der Testergebnisse können Sie genau feststellen, welche Gase sich in einem Behälter befinden und in welchen Mengen. FTIR-Analysatoren arbeiten schnell und liefern in wenigen Minuten reproduzierbare, transparente und klare Ergebnisse. Ergebnisse sind in Echtzeit verfügbar. Jedes Gas verfügt über ein eigenes Infrarotspektrum, anhand dessen der Analysator feststellen kann, welches Gas sich im Behälter befindet. 

Einer der wichtigsten Werte von Customs Support ist die Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund verwenden wir für Gasmessungen vorzugsweise einen FTIR-Analysator. Bei dieser Technik werden keine Verbrauchsmaterialien benötigt, was die Abfallmenge minimiert.  

Der Vorteil und die Bedeutung der Risikoanalyse  

Unsere umfassende und reproduzierbare FTIR-Analyse, kombiniert mit einer zuverlässigen Datenbank, bildet eine solide Grundlage für die Risikoanalyse. In den meisten Fällen ist der Zusammenhang zwischen einer bestimmten Ladung in einem Container und den dazugehörigen Produktionschemikalien oder Begasungsmitteln sofort ersichtlich. Ursachenanalysen und die Kategorisierung von Containerströmen sind Teil unserer Risikoanalyse.  

Die Risikoanalyse kann zudem zu erheblichen Kosteneinsparungen führen, indem Stichprobenkontrollen in inventarisierten sicheren Containerströmen (Kategorie C) in voller Übereinstimmung mit dem Arbeitsschutzkatalog "Gefährliche Gase in Schiffscontainern" durchgeführt werden.  

Entlasten Sie Ihren Kopf  

Wenn Sie Fragen zu gasbezogenen Themen haben oder Unterstützung bei der Begasung oder Entgasung von Ladungen, der Risikoanalyse oder anderen gasbezogenen Themen benötigen, wenden Sie sich an unsere geschulten und erfahrenen Experten. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Customs Support: Empowering Global Trade!